Netzwerk rassismuskritische Arbeit in Bielefeld


Gemeinsam gegen Rassismus. Für eine vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft.


Logo des Netzwerks rassismuskritischer Arbeit. Der Spruch: Rassismus geht und alle an und eine stilisierte Friedenstaube

ℹ️ Steckbrief

📂 BereichDemokratie & Antidiskriminierung
🏢 KoordinationKommunales Integrationszentrum Bielefeld
📅 Gegründet2011
📍 WirkungsraumBielefeld
🤝 Rolle der AWOAktives Netzwerkmitglied
🎯 SchwerpunkteAntirassismus, Teilhabe und Demokratie

Rassismus und Diskriminierung betreffen Menschen jeden Tag – im Alltag, in Bildungseinrichtungen, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Das Bielefelder Netzwerk rassismuskritischer Arbeit setzt sich seit 2011 dafür ein, diese Erfahrungen sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken und eine solidarische Stadtgesellschaft zu fördern.

Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus Sozialer Arbeit, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Kinder- und Jugendarbeit, Verwaltung sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen. Gemeinsam engagieren sich die Beteiligten für ein Bielefeld, in dem Vielfalt als Bereicherung verstanden und Diskriminierung aktiv entgegengewirkt wird.

Warum wir uns engagieren

Die Grundwerte der AWO – Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit – bilden die Grundlage unseres Handelns. Rassismus und Ausgrenzung stehen diesen Werten entgegen.

Deshalb engagiert sich die AWO Bielefeld aktiv im Netzwerk rassismuskritischer Arbeit. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen setzen wir uns dafür ein, Diskriminierung sichtbar zu machen, gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und Menschen in ihrem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte zu unterstützen.

Ziele des Netzwerks

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, rassistische Diskriminierung als gesellschaftliche Realität sichtbar zu machen und Wege für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander zu entwickeln.

Dazu gehören unter anderem:

  • Sensibilisierung für Rassismus und Diskriminierung
  • Unterstützung und Stärkung von Betroffenen
  • Förderung von Austausch und Vernetzung
  • Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierung
  • Beratung von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
  • Stärkung demokratischer Werte und gesellschaftlicher Teilhabe

Besonders wichtig ist dabei die Perspektive von Menschen, die selbst von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind. Ihre Erfahrungen und Sichtweisen stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Netzwerks.

Die Aktionswochen gegen Rassismus

Ein sichtbarer Schwerpunkt der Netzwerkarbeit sind die jährlich stattfindenden Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus.

Von März bis April gestalten zahlreiche Organisationen gemeinsam ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Workshops, Diskussionen, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Begegnungsangeboten. Die zentrale Hauptveranstaltung findet jedes Jahr am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, statt.

Die Aktionswochen schaffen Räume für Austausch, Information und Engagement. Sie machen deutlich, dass Antirassismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und dass eine offene Demokratie vom Mitmachen lebt.

Unsere Rolle als AWO

Als Mitglied des Netzwerks beteiligt sich die AWO Bielefeld an gemeinsamen Aktionen, Veranstaltungen und Bildungsangeboten. Wir bringen unsere Erfahrungen aus der sozialen Arbeit ein, unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit und schaffen Begegnungsräume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können.

Für uns ist die Mitarbeit im Netzwerk Ausdruck einer klaren Haltung: Für Menschenwürde, Vielfalt und eine solidarische Gesellschaft.

Gemeinsam Haltung zeigen

Eine diskriminierungsfreie Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie braucht Menschen und Organisationen, die Verantwortung übernehmen, zuhören, lernen und handeln.

Das Netzwerk rassismuskritischer Arbeit zeigt, wie vielfältiges Engagement gemeinsam Wirkung entfalten kann – für ein Bielefeld, in dem alle Menschen die gleichen Chancen auf Teilhabe, Respekt und Anerkennung haben.


Broschüre diskriminierungssensibles Veranstalten

Im Rahmen der Zusammenarbeit der AG Stadtteile im Netzwerk rassismuskritischer Arbeit ist 2025 eine Broschüre entstanden, die Vereine, Initiativen und Institutionen dabei unterstützen soll, diskriminierungssensibel bei der Veranstaltungsplanung und Durchführung zu werden. Hierzu wurden verschiedene Diskriminierungslinien in den Blick genommen und praktische Möglichkeiten der Umsetzung angeboten. Die Broschüre, gefördert durch das Projekt Demokratie Leben, beinhaltet verschiedene Phasen der Veranstaltung von Planung bis Nachbereitung und bietet praktische Checklisten zur eigenen Reflexion.

Über die folgenden Links können die einzelnen Dateien heruntergeladen werden:

Broschüre: „Diskriminierungssensibles Veranstalten“

Checkliste – Vorbereitung

Checkliste – Duchführung

Checkliste – Nachbereitung